Opernrätsel

Opernrätsel #1

O Anfang sonder Ende

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Doch wie beginnen? Am einfachsten : routiniert retrospektiv. Im letzten Rätsel ging es also um »Giselle«. Wen das anödet, sei gemahnt: Auch manche Komposition beginnt mit Kompostierung – so auch unser gesuchtes Werk, das Gehör und -säß ewig nach drei Tagen prüft. »Wehret den Anfängen! « möchte man bei dieser Prologprolongation rufen, doch am Anfang war ein Referat über »Gott und die Welt«. Schnell wird klar, wenn dieser Anfang schwer, das Ende dafür umso mehr werden wird. Und so wird der Tenor auch erst in »Des Vorspiels zweitem Teil« auf der Seitenbühne vorstellig, um sich zum ersten Akt einzuschiffen. Bald nachdem dieser begonnen hat, lässt sein Ende auf sich warten, da es von einem Mezzo mit Verschleppungsabsicht auf die lange Bühne gesungen wird. Der Reisende kehrt schließlich vertieft aus der Garderobe zurück, es folgt ein Aktschluss. Dieser führt im zweiten Aufzug dazu, dass der Tenor nach Vorstandsbeschluss bald nur noch eine stumme Rolle übernehmen soll. Im dritten Akt zwingt es den blutigen Besinger denn auch unter Notenqualen in die Horizontale. Wiewohl ebenso am Ende, können wir den Heimgang noch nicht antreten. Das Stück muss noch gestoppt werden. Die Sopranistin hat dazu einen kleinen Abgesang vorbereitet, begleitet vom Quietschen und Rattern der Bühnenmaschinerie: Am Ende – alles auf Anfang!

 

Frage: Wie heißt das Stück mit langem Vor- und Abgesang?

 

Das könnt ihr gewinnen:

1. Preis: Zwei Karten für „Liliom“ am 27. Oktober 2015

2. Preis: Zwei Karten für Don Carlos am 6. November 2015

3. Preis: Zwei Karten für „Carmen“ am 10. November 2015

 

Sendet die Lösung bis zum 15. Oktober 2015 über das Kontaktformular (unten) oder an pressestelle@staatsoper-hamburg.de

 

Mitarbeiter der Staatsoper Hamburg und ihre Angehörigen sind leider nicht teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.