Opernrätsel

Opernrätsel #3

Unberühmt und unaufgeführt

„Sehr unberühmt und sehr unaufgeführt“, beschrieb der gesuchte Künstler sich selbst während seiner Schaffenszeit in Hamburg ironisch. Hier in Hamburg am damaligen „Stadttheater“ in der Dammtorstraße zwischen Gänsemarkt und Stephansplatz begann auch seine revolutionäre Arbeit im Dienste des Gesamtkunstwerks Oper mit dem Ziel „szenischer Wahrhaftigkeit“. Seine perfektionistischen Anstrengungen,  dem  Bühnengeschehen  zu  Eigenständigkeit und Gleichberechtigung neben der Dicht- und Tonkunst zu verhelfen, begleitete er den Quellen nach nicht selten mit Streit und pointierten Schimpfereien: „Was ihr Theaterleute eure Tradition nennt, das ist eure Bequemlichkeit und Schlamperei.“  So löste er sich entgegen aller Widerstände vom illusionistischen Ausstattungstheater der Romantik und schaffte in enger Kooperation mit seinem Bühnenbildner (dem Maler Alfred Roller) Szenen aus Licht und Farbe.

In seiner Zeit am Hoftheater Wien interpretierte er seinen Verantwortungsbereich als Operndirektor ganz antitraditionalistisch und in heftigem Konflikt mit seinen Vorgesetzten bis hin zur Opernregie um. Die Sänger bekamen mehr räumliche Freiheiten und darstellerische Gestaltungsmöglichkeiten – verbunden mit sklavischer Arbeit. So hieß es dementsprechend auch über sein Wirken in New York, er misshandle seine Musikanten, hetze sie zu Tode und drille sie wie Rekruten. Nun, er hatte eine Vision. Er schuf „einen neuzeitlichen Interpretationsstil, der […] die Oper nicht zum Konzert im Kostüm degradiert, sondern ihre musikdramatische Konzeption zum Ausdruck bringt“.

Welcher nunmehr sehr berühmte und beständig aufgeführte Komponist – der übrigens nie eine Oper schrieb … und angesehener Dirigent kann als Erfinder, Pionier und Mitbegründer des modernen Regietheaters gesehen werden?

Das gibt es zu gewinnen:

  1. Preis: Zwei Karten für Dialogues des Carmélites am 2. Mai 2017
  2. Preis: Zwei Karten für Peer Gynt (Ballett) am 16. Mai 2017
  3. Preis: Zwei Karten für A Midsummer Night’s Dream am 7. Juni 2017

Mitarbeiter der Staatsoper Hamburg und ihre Angehörigen sind leider nicht teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Beim letzten Mal lautete die richtige Antwort: „Henry Purcell“. Die Gewinner werden per Post/Email über Ihren Gewinn verständigt. 

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