Tag 1 – Prunk und Pracht

Tag 1 in Russland – die Reisegruppe ist in St. Petersburg angekommen und erkundet die prachtvolle Zarenstadt.

Morgens hinaus in die knackige Kälte bei strahlendem Sonnenschein – aber nur ein paar Schritte, denn unser Bus steht schon bereit und mit ihm unsere Reiseleiter Richard Eckstein und Nataliia Ivchenkova. Auf uns wartet eine große Stadtrundfahrt voller Prunk und Pracht und spannender Geschichten. Wir schauen uns das „Fenster nach Europa“ wie Puschkin St. Petersburg nannte in aller Ruhe an: Von der Mojka an die Newa, von der Admiralität und dem Dekabristenplatz mit Ehernem Reiter bis zum Sommer- und Winterpalast direkt am Fluß. Einige wagen sich ein paar Schritte auf die dick vereisten Wassermassen der Newa und halten Ausschau.

Ob die Flüsse hier wohl auch Schätze bergen?

Eine eiskalte Ablenkung zieht unsere Blicke auf sich: Einzelne Einheimische wagen sich tatsächlich ins Wasser an einer eigens dafür aufgebrochenen Stelle in der Eisschicht. Respekt! Im warmen Bus geht es für uns weiter zum Schaljapin-Haus, in dem der große Opernsänger bis zu seiner Emigration 1922 lebte. Und abends endlich zieht es uns zum „Ring“ ins 2013 eröffnete Mariinsky II, das wir schon tagsüber neben dem traditionellen Mariinsky I erspähen konnten. Am Pult steht der musikalische Chef beider Häuser – Valery Gergiev. Unter seiner künstlerischen Leitung ist die Produktion zum 300-jährigen Stadtjubiläum 2003 entstanden. Das „Rheingold“ führt uns in archaische Zeitlosigkeit und gestaltet den Vorabend des Weltendramas inspiriert durch kaukasische Mythen. Das Ende des Anfangs verheißt tierische Bildwelten mit Wotans Verwandlung und lässt uns neugierig zurück.

Fakt des Tages: Das Gold der Zarenstadt liegt nicht in der Newa, sondern auf den Kuppeln der Stadt: Allein die Spitze der Isaakskathedrale zieren 300 Kilogramm Gold.

Morgen geht’s weiter!

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