Tag 3 – Hoch hinaus

Dobry utra! Guten Morgen! Nach einer geselligen Nacht starten wir frisch in den neuen Tag.

Ganz nach Lenins Devise „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, fragt Nataliia erst einmal unsere körperliche Fitness ab: Heute ist Bergfestigkeit gefragt, denn es geht hinaus vor die Tore der Stadt in die höchsten Höhen der Gegend, die ganze 75 Meter über dem Meeresspiegel liegen – die St. Petersburger Berge. 🙂 Dort steht in Puschkin eine der fünf Sommerresidenzen der Zaren: der Katharinenpalast mit dem berühmten Bernsteinzimmer. Obwohl die originalen Baumharzplatten seit dem Krieg verschollen sind, lässt sich eine beeindruckende Rekonstruktion der Edelwandtafeln bestaunen. In den großen Sälen des Palastes lassen sich auch die historisierenden Kostüme des dort gedrehten Films „Mathilde“ anschauen. Nach einem Spaziergang durch den winterlich verschneiten Park treten wir die Rückfahrt an, um uns für den Abend zu wappnen. Heute steht … Nein! Nicht „Siegfried“ auf dem Plan. Der „Ring“ gönnt sich einen Ruhetag, was man vom musikalischen Chef nicht behaupten kann: Gergiev steht auch an diesem Abend am Pult, wenn sich zum 998 Mal seit der Uraufführung im Jahr 1911 der Vorhang zu Mussorgskis musikalischem Volksdrama „Chowanschtschina“ im historischen Mariinsky-Theater hebt. Mit bemalten
Bühnenprospekten und traditionellen Kostümen erleben wir den Kampf der Fürstengeschlechter. Ein absolutes Highlight: die gigantischen Chorszenen mit einem herausragenden Opernchor!

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Fakt des Tages: Rot ist schön! Denn in der russischen Sprache haben beide Wörter die selbe Wurzel. In diesem Sinne ist auch der Rote Platz in Moskau benannt und Rot die Farbe der Zaren. Erst später wird sie von den Revolutionären gekapert.

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