Tag 4 – „La Traviata“ begeistert!

Der Tag steht ganz im Zeichen des Jugendstiltags und es wird tatsächlich „Platt“ geschnackt in Riga!

Freitag, der 10. Juni ist der Internationale Jugendstiltag und so liegt auf der Hand unter welchem Vorzeichen unser Tag begann.

Aber zunächst mussten wir mal wieder feststellen, wie klein die Welt ist: beim Frühstück herrschte ein unglaubliches Gedränge und Geschubse. Nach ein paar Augenblicken stellten wir fest, dass hier nördlichstes Platt geschnackt wird… Eine Gruppe von 47 Landfrauen und -Männern (einer mit bewunderungswürdigem Zwirbelbart) aus Husum befindet sich auf großer Fahrt durchs Baltikum und macht im gleichen Hotel Station – kleine Welt. Moin Moin!

Der Streifzug durch das Rigaer Jugendstilviertel um die Alberta iela führte vorbei an einzigartigen Fassaden voller Reliefs und Ornamente, die selbst Wien oder Brüssel in den Schatten stellen. Wie man hier früher gelebt hat? Das Jugendstilmuseum gibt Antwort. Wir bekommen hier Einblick in ein zauberhaftes Jugendstilhaus mit schönstem Treppenhaus und einer rekonstruierten bürgerlichen Wohnung, die damals auf modernstem Stand der Technik war.

Szenenwechsel:

Wir überqueren den Fluss Daugava und landen auf der Insel Kipsala, Herders Lieblingsort in Riga. Früher war dies ein Ort in den sich kein Adeliger oder Großbürger verirrte. Hier wurde aus Rigaer Gips die später überall bekannte Rigips-Platte erfunden… Neben dem beeindruckenden Blick auf Hafen und Altstadt bewundern wir hier die traditionellen Rigaer Holzhäuser, die zu schicken und teuren Domizilen im mittlerweile Luxusquartier saniert werden.

Bravo!

Das Mittagessen genießen wir in einer „Kantine“ mit herrlichem Blick auf Fluss und Riga-Panorama und werden mit „La Traviata“ abends wieder ein Meisterwerk von Verdi in der Nationaloper sehen, nicht ohne dass wir von Reiseleiter Richard Eckstein wieder eine seiner sachkundigen und originellen Einführungen erhalten haben.

Der Abend versöhnte uns wieder mit unserer Verdi-Welt. Eine passende Inszenierung für großartige Stimmen und die geliebt-gewohnten Verdi-Melodien dieses Klassikers öffneten die Sinne und Herzen. Bravo!

 

 

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