Tag 6 – Abschied aus Russlands Kulturmetropole

До свидáния!

Der letzte Tag ist gekommen und die „Hauptstadt der Intelligenz“, wie St. Petersburg gerne genannt wird, hält noch einiges für uns bereit: Bei schönstem Sonnenschein und tauenden Flüssen brechen wir mit gepackten Koffern zum Russischen Museum auf. Ausgehend von Ikonen um 1000 n.Ch. geht es einmal durch die russische Geschichte. Die symbolischen Heiligenbilder haben noch heute einen zentralen Stellenwert in der russischen Gesellschaft. Vor allem die Abbildungen von Christus, der Gottesmutter und dem heiligen Nikolaus als Schutzpatron der Reisenden (sei es auch nur der Weg zum Markt) sind für die Einheimischen von höchstem Wert und werden eigens für Privatpersonen angefertigt, erklärt uns Nataliia. Sie begleiten einen Menschen ein Leben lang.

Direkt hinter dem Museum ragen schon die bunt-schillernden Kuppeln der Auferstehungskirche hervor; ein phantastischer Anblick. In der Kirche wird es noch vielfarbiger – dort erstrecken sich Mosaike auf 7000m². Danach wartet unser letztes gemeinsames Essen auf uns, mit liebevollen Abschiedsworten von allen Seiten und einige Stunden später empfängt uns die Hamburger Nacht mit erstaunlich milden Temperaturen. Home sweet home!

Fakt des Tages: Wie Russland zur Orthodoxie kam? Wladimir I. schickte als Herrscher der Kiewer Rus Boten aus, die Religionen zu ergründen. Der Islam gefiel ihm, vor allem die Polygamie, da er selbst 7 Frauen und 800 Mätressen gehabt haben soll. Das Alkoholverbot jedoch stand der Entscheidung für den Islam entgegen und so entschied er sich für das Christentum, die Orthodoxie.

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