Tag 3 – Verdi steht auf dem Programm

Es geht raus aus Riga und zurück ins 18. Jahrhundert!

Am Donnerstag stand vordergründig das Schloss Rundale und Bauska Rundale, das schönste Barockschloss Lettlands, auf dem Programm. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz des Herzogs von Kurland Johann Biron erbaut – von keinem geringeren als dem Petersburger Hofarchitekten Bartolomeo Rastrelli. Leider wurde das Schloss in den schweren Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges mehr als schwer demoliert und die Restaurierung dauerte fünfzig Jahre. Von den Russen wurde es teilweise als Schule und Getreidespeicher benutzt, später als beliebte Hochzeitslocation. Und auch heute noch ist es Veranstaltungsort wenn offizielle Staatsgäste und gekrönte Häupter nach Lettland kommen.

Es gibt prächtige Galerien und eine reiche Sammlung von Kunstgegenstände. Besonders beeindruckend ist der riesige Audienzsaal in blauem und rosafarbenem Stuckmarmor. Durch verschwenderische Rocailles und Reliefs besticht der lichtdurchflutete Ballsaal oder Weiße Saal. Der weitläufige Schlosspark, der nach allen Regeln französischer Gartenbaukunst angelegt wurde, lädt zum Lustwandeln ein. Das nahe gelegene Schloss Bauska dagegen ist kein barocker Prachtbau, sondern eine Kombination von mittelalterlicher Burganlage und Herzogsresidenz aus der Renaissance. Ein absolutes Unikat in Lettland! Denn in der Zeit der Renaissance herrschte in Lettland Krieg und man hatte anderes zu tun als Burgen zu bauen. Hier nahmen wir unser zünftiges Mittagessen ein.

Auf der Rückfahrt nach Riga gab uns unser versierter Reiseleiter Richard Eckstein eine Einführung in Verdis „Rigoletto“.

Vorfreude auf den zweiten Opernabend!

Zurück in Riga freuten wir uns dementsprechend auf „Rigoletto“, dieser konnte allerdings unsere Begeisterung für den Trovatore des Vorabends nicht erreichen: es kann besser werden, wir blicken auf La Traviata…

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