Wie kommt eine Uraufführung auf die Bühne? – Johannes Harneit erklärt „Stilles Meer“

Toshio Hosokawa komponierte für die Staatsoper Hamburg die Oper „Stilles Meer“, die am Sonntag an der Dammtorstraße uraufgeführt wird. Über ein Jahr lang hat der japanische Komponist an diesem Werk gearbeitet.

Was aber passiert nachdem die Partitur fertiggestellt ist? Wie kann eine Katastrophe überhaupt mit Stimmen, Klängen oder Instrumenten erfahrbar gemacht werden? Wie hört es sich an, wenn man Stille, Wut, Ebbe oder Flut in Musik ausdrücken möchte?

Genau darüber haben wir uns mit Korrepetitor Johannes Harneit unterhalten, der die Uraufführung während der letzten sechs Wochen begleitet, und die Partien mit den Solisten einstudiert hat. In den folgenden Videos erklärt er uns – an seinem Arbeitsplatz am Klavier – den Weg, den Toshio Hosokawas Werk nahm, um auf die Bühne zu kommen.

„Wie bringt man eine Uraufführung auf die Bühne?“

Johannes Harneit erklärt die verschiedenen Versionen der Partituren – von der Handschrift des Komponisten, über den Klavierauszug, bis hin zur gedruckten Partitur. Außerdem zeigt er uns, wie man auf dem Klavier Trommelklänge nachstellt.

„Diese Oper ist den Opfern von Fukushima gewidmet. Wie gelingt die Übersetzung in die Musik?“

Wir gingen aber auch der Frage nach, wie die Emotionen dieser Katastrophe, die sich vor fünf Jahren in Japan ereignet hat,  in der Musik von Toshio Hosokawa ausgedrückt werden können – wie die Naturklänge, die ihnen gegenüberstehenden nuklearen Gefahren und die persönlichen Emotionen der Figuren dargestellt werden. Johannes Harneit interpretiert diese musikalische Übersetzung und zeigt im folgenden Video die Besonderheiten in Hosokawas Arbeit.

Hinweis: mit Klick auf das Rädchen im Video kann die Qualität der Darstellung erhöht werden (720/1080p HD)

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