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Auf einen Schnack mit: Olga Peretyatko

Von 2005 bis 2007 war Olga Peretyatko Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper. Heute ist sie eine der gefragtesten Sopranistinnen weltweit. Aktuell singt sie die Rolle der Contessa d’Almaviva in der Vorstellungsserie von Mozarts „Le Nozze di Figaro“. Wir trafen uns nach den Proben zu einem kurzen Interview.

Sie sind derzeit einige Wochen in Hamburg, um die Contessa zu singen. Wie nutzen Sie die Zeit zwischen den Vorbereitungen und den Proben hier in Hamburg?

Olga Peretyatko: Ich freue mich immer riesig in Hamburg zu sein und alle Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen. Es ist, als würde ich wieder nach Hause kommen. Durch die große Partie, die ich singe, und die komplexe Inszenierung (die Musik ist so wunderbar, so facettenreich, heiter, aber auch düster – Mozart war einfach unglaublich), bleibt nicht allzu viel Freizeit. Aber bei dem überraschend schönen Wetter jogge ich durch den Park „Planten un Bloomen“ und gehe sehr gern an der Alster spazieren, das ist herrlich!

Ich erinnere mich sehr gern an die Zeit als Mitglied des Internationalen Opernstudios und freue mich besonders, viele alte Bekannte aus dieser Zeit wiederzusehen. Es ist wie ein Klassentreffen, ein wirklich tolles Gefühl!

Sie singen an Opernhäusern auf der ganzen Welt. Reisen ist somit ein großer Teil ihres Lebens. Haben Sie Rituale oder bestimmte Dinge, auf die Sie während Ihrer Reisen nicht verzichten können?

Olga: Immer dabei sind zwei große Koffer, möglichst 2 x 23 Kilogramm. Zuletzt war ich zum Beispiel für zweieinhalb Monate in New York, während eines Jahreszeitenwechsels – da muss man auf alles vorbereitet sein. Auch immer dabei sind mein Kopfkissen und meine ätherischen Öle, sodass ich möglichst überall gleich gut schlafen kann. Aber ich bin generell sehr unkompliziert. Ich genieße es, auf Reisen mit mir allein zu sein. Das finde ich auch wichtig.

Ein Ritual auf Reisen ist für mich das Joggen. Das ist nebenbei auch eine tolle Möglichkeit die Stadt, in der ich mich gerade aufhalte, zu erkunden oder neue Ecken in mir bekannten Städten zu entdecken. Und was natürlich niemals fehlen darf: Kaffee! (lacht)

In Hamburg geht der Sommer (glücklicherweise) dieses Jahr besonders früh los! Wie sieht ein perfekter Sommertag für Sie aus?

Olga: In diesem Fall: früh aufstehen. Denn so kann man den Tag maximal nutzen. Optimal wäre es das Wasser in der Nähe zu haben, am besten natürlich das Meer! Die Kombination aus Sonne und Meerwasser gibt mir Energie. Auch das süße „Nichtstun“ gehört dazu. Aber durch die vielen Engagements, die sich auch durch den Sommer ziehen, sind solche Tage eher selten.

 



Olga Peretyatko

Olga Peretyatko

© Uwe Arens

In St. Petersburg geboren, ist Olga Peretyatko heute eine der international gefragtesten Koloratur-Sopranistinnen. Nach Abschluss ihres Gesangsstudiums an der Hanns Eisler Hochschule in Berlin, war sie zunächst Mitglied des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper und Gast der Staatsoper Wien, Metropolitan Oper in New York, Opéra Bastille in Paris, des Festivals in Aix-en-Provence der Mailänder Scala, der Deutschen Oper Berlin, Staatsoper Berlin, des Festpielhauses Baden-Baden, des Teatro Real in Madrid, New National Theatre Tokyo und beim Rossini Opera Festivals. Weitere Debüts erwarten sie unter anderem an der Opéra in Montecarlo, beim Festival des Chorégies in Orange sowie am Royal Opera House in London.

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