Opernrätsel

Opernrätsel #1 [Ballett-Edition]

Schwingungen

Tänze nehmen einen besonderen Stellenwert im Konzertrepertoire ein. Obwohl sie im Konzertsaal nicht getanzt werden können, sind sie allgegenwärtig. Das wird besonders in klassischen Symphonien deutlich, wo der 3. Satz häufig traditionell auf Grundlage des barocken Menuetts aufgebaut ist. Dieser Satz ist freier als die anderen. Er ist der Satz, der beschwingte Leichtigkeit verspricht wie in Mozarts Sinfonie Nr. 39 oder dramatisch bewegt wie der berühmte „Valse triste“ der dritten Brahms-Symphonie.

Und doch muss man ihn im Konzerthaus an seinen Stuhl gefesselt anhören und darf nicht aufspringen und tanzen, tanzen. Tanzt, tanzt, sonst seid Ihr verloren! Das sind Worte, die man mit der großen Pina Bausch assoziiert. Was hat also der Tanz im Konzert zu suchen? Und was bleibt vom Tanz übrig, wenn er nicht getanzt wird? Wenn man Melodie und Harmonie aus der musikalischen Gleichung wegstreicht, bleibt Rhythmus, das, was im Bauch ankommt: Ausdruck des Ich in der Bewegung und Körperlichkeit im Hören. Es bleibt Puls.

So versetzen Stücke wie Dvořáks „Slawische Tänze, Smetanas poetische Polkas, Debussys hypnotische Habanera „La Puerto del Vino“ oder die Mazurkas von Szymanowski und Skrjabin, die einem Traumanzugehören scheinen, die Körper der Zuhörer*innen jeden Alters in Schwingungen und tief innen in den sitzenden Körpern wird in aller Stille doch getanzt.

Frage: Welcher Komponist, (der übrigens Pate steht für einen außergewöhnlichen Ballettabend an der Staatsoper Hamburg), widmete sich ebenfalls der Mazurka, komponierte 51 dieser folkloristischen Tänze und machte sie überhaupt erst konzertsaaltauglich?

Das können Sie gewinnen:

  1. Preis: Zwei Karten für „Beethoven-Projekt (Ballett) am 7. November
  2. Preis: Zwei Karten für „Manon Lescaut am 13. November
  3. Preis: Zwei Karten für „Siegfried am 23. November

Senden Sie die Lösung bitte bis zum 28. September 2018 an die Redaktion „Journal“, Hamburgische Staatsoper, Postfach, 20308 Hamburg oder an presse@staatsoper-hamburg.de.
Mitarbeiter der Hamburgischen Staatsoper und ihre Angehörigen sind leider nicht teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das war beim letzten Mal die richtige Antwort:
„Elfriede Jelinek (Rein Gold)
Die Gewinner werden von uns schriftlich benachrichtigt.